Boden mal anders - oder doch nich?

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El-Friede
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Boden mal anders - oder doch nich?

Beitrag von El-Friede » Di 15. Jul 2014, 17:41

Irgendwann demnäxt ists dann soweit, dass ich auf meinem schön frisch gestrichenem Rahmen endlich nen neuen Boden verlegen werd. Bis jetzt war ich total von der Idee angetan statt des eher üblichen Aufbaus -Siebdruckplatte, Styrodur, Dielenboden- einfach diese isolierten Sandwich Hallenbauwandelemente zu nehmen, die haben beidseitig entweder verzinktes oder pulverbeschichtetes Blech und innen in wählbarer Stärke Hartpolyurethanschaum (PU/PIR). Darauf dann noch n Dielenboden und man erspart sich das rumgefrickel mit Platten- und Dämmaterial. Vom Gewicht und Dämmwerten nimmt sich das nich viel, da ist der Sandwichkram tendenziell besser und sogar günstiger.

Da ich ja nun aber nie wieder nich irgendwelche Probleme mit dem Boden haben will bin ich jetzt ein wenig am schwanken ob das so der Knaller ist, da PU ja auch altert, und wenn man sich mal gebrauchte Platten anschaut sieht das schon ein wenig ekelig aus, wenn das so gelb angelaufen ist... Andererseits würden die mit den Dingern nich irgendwelche riesen Hallen aufziehen wenn die nix abkönnten, und als Fußboden sind die ja bei weitem nicht den Wettern ausgesetzt wie wenn sie den Job tun für den sie gebaut wurden.

Also, was meint denn der Rest der Gemeinde so dazu?
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Re: Boden mal anders - oder doch nich?

Beitrag von fengi » Di 15. Jul 2014, 17:56

Hi Diana,

Von der Idee her finde ich deinen Gedankengang nicht schlecht und mir fallen dazu auch keinerlei Einwände ein.

Lediglich wenn ich mir die Montage vorstelle habe ich keine Idee, wie man die Hallenplatten montiert bekommt. Siebdruckplatten werden doch von oben in den Rahmen oder Hilfsrahmen geschraubt. Die Blechplatten müssten dann also durch die PU-Dämmung hindurch geschraubt werden, was sich in der Praxis als deutlich schwieriger gestalten wird, als einfach eine Siebdruckplatte zu schrauben (zumal ich diese Bleche nur in Trapezform kenne, und dann muss man natürlich beim Schrauben noch die richtige Welle erwischen).
Die Verankerung der Dielen kann wohl auch wegfallen, da diese allein durch ihr Gewicht fest liegen, sofern sie bündig eingepasst sind.

Solltest du am Ende doch Siebdruckplatten nehmen, dann achte darauf, dass du wirklich hochwertige, auch für den Fahrzeugbau zugelassenen, Platten nimmst. Ich muss gerade mal wieder die Erfahrung machen, dass man die nicht bekommt, wenn man lediglich über den Preis einkauft... :oops:
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Re: Boden mal anders - oder doch nich?

Beitrag von El-Friede » Di 15. Jul 2014, 18:07

Jaaa, die Montage war auch so ne Sache über die ich mir schon den Kopf zerbrochen hab. Da gingen die Ideen dann von kleben (nicht so der Hit) bis quasi schwimmend verlegen und durch an den Wänden befestigten Winkeln oder gar durchgehenden Latten die Dinger runterhalten (auch eher unausgegoren). Oder auf den Hilfrahmen noch längs Latten schrauben durch die man die Dinger dann von unten Festschraubt. Vielleicht sollte man einfach mal mit nem Hallenbauer schnacken, die tackern die Dinger ja auch irgendwie an ihre Stahlgerüste...

Die Trapeznummer ist kein Problem, die Dinger gibts auch in glatt. Und mit Steinwolle innen, wie ich grad noch gesehn hab. Sind dann aber schwerer und haben nen schlechteren U-Wert...
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Re: Boden mal anders - oder doch nich?

Beitrag von fengi » Di 15. Jul 2014, 18:30

Die Idee des Klebens finde ich gar nicht mal schlecht. Und wenn der Kleber nicht halten sollte ( wovon ich nicht ausgehe ), ist es immer noch eine schwimmende Verlegung. Lediglich wenn du den Boden jemals wieder herausnehmen willst, dann hättest du dir mit der Klebemethode ins eigene Knie geschossen.

Steinwolle wäre für mich ein "No-Go". PU halte ich für ok, da es hier geschlossenporig ist, und nur sehr schwer Wasser aufnehmen sollte. Und wenn's von unten hinein kommt, dann fliesst es auch nach unten wieder ab.

Ich bin ja gespannt, was die anderen zu PU sagen...
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Re: Boden mal anders - oder doch nich?

Beitrag von radi8 » Di 15. Jul 2014, 18:34

meinst du sowas?

http://www.hoesch-bau.com/wand/purpir-k ... owand.html

ich muss ja zugeben, dass ich 12mm siebdruckplatten als boden habe und da drüber und drunter gar nichts als isolierung.
nur einen flickenteppich im durchgang.
ich wohne aber auch nicht mehr im mobil und mache auch nicht länger als 2 nächte wintercamping.

über das verlegen/befestigen würde ich mir nicht zu viele gedanken machen, weil die freie fläche im wohnmobil am schluss nicht mehr groß sein wird.
das meiste wird mit möbeln zugestellt sein. die sind normalerweise mit den seitenwänden verschraubt und halten den boden dadurch automatisch unten.

ich hab meinen boden dann trotzdem verschraubt. hier hatte ich damals ein paar bilder hochgeladen:
http://www.busfreaks.de/strohrum/techni ... =holzboden

machs in jedem fall so, dass es von oben wasserdicht ist!
mein nachwuchs hat letzten sommer bei einem wasser-malheur das halbe womo geflutet.
wenn das dann irgendwo in komplizierte, mehrschichtige konstruktionen reinsickert und nicht abtrocknen kann wirds gammelig!
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Re: Boden mal anders - oder doch nich?

Beitrag von El-Friede » Di 15. Jul 2014, 20:02

radi8 hat geschrieben:meinst du sowas?

http://www.hoesch-bau.com/wand/purpir-k ... owand.html
Jo, genau. Jetzt müsste man sich nur nochmal schlau lesen was der Unterschied zwischen PUR, PIR und dem Firedingsda ist...

Dass da noch Möbel drauf kommen ist natürlich auch ein Argument. Außerdem ja auch noch die Wandverkleidung, die würde das ja auch runter halten. Hm... Dabei hatte ich doch grad fast am meisten mit der Latten-drunter-und-dann-von-unten-Schrauben-rein-Variante geliebäugelt...

@ Fengi: Genau dieser "was-wenn-mans-nochma-rausnehmen-muss"-Gedanke ists, was mich am kleben stört... Und halt allgemein was mit dem Schaum ist, ob der auf Dauer was taugt.
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Re: Boden mal anders - oder doch nich?

Beitrag von El-Friede » Di 15. Jul 2014, 20:41

PIR-Hartschaum ist leicht, druckfest, formstabil, dauerhaft Wasser abweisend und beständig gegenüber den meisten am Bau verwendeten Chemikalien. Er schmilzt auch bei hohen Temperaturen nicht und besitzt eine niedrige Wärmeleitfähigkeit. Dämmstoffe aus PIR eignen sich besonders für die Dämmung von Flachdächern mit erhöhten Anforderungen an die Druckbelastung, wie beispielsweise Parkdächer, aber auch für Fußböden, Kellerdecken, die oberste Geschossdecke und als Innendämmung.
Hört sich gut an, find ich.

Hab da ne recht informative Seite gefunden:

http://www.baunetzwissen.de/index/Daemm ... 33113.html
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Re: Boden mal anders - oder doch nich?

Beitrag von tonnar » Mi 16. Jul 2014, 09:50

Moin,
hier mal mein Senf zu deiner Idee:

Wenn ich nicht komplett daneben liege, verlaufen die vertikalen Wandprofile deines Ackermanns bis zur unteren Kante des Aufbaus, also "durch die Bodenplatte hindurch". Wenn die neue Bodenplatte bis fast an die Außenhaut gehen soll (ein paar mm Luft würde ich lassen), muss der Platz für die Wandholme also "ausgeklinkt" werden. Bei einem Sandwich stelle ich mir das schwieriger vor, als bei einer Siebdruckplatte.

Weiterhin würde ich da nichts schwimmend verlegen, da der Boden doch erheblich zur Stabilität beiträgt. Wenn du später Möbel an den Wänden befestigst, kommt da schon einiges an Belastung zusammen. Mit Sandwichplatten kannst du eine Aussteifung vergessen, das geht nur mit verschraubten/verklebten Holzwerkstoffplatten.

Ich habe bei mir 12mm Siebdruck verlegt und fest mit dem Hilfsrahmen verschraubt. Darauf kommt eine Traglattung in der gewünschten Stärke der Dämmung, die später zwischen der Lattung / in den Gefachen liegt. Die äußeren Latten kann man "umlaufend" zwischen den Wandholmen positionieren und die anderen am besten gleich im richtigen Abstand für die Dämmplatten (das erspart viel Zuschnitt). Überall, wo später etwas am Boden befestigt werden soll (Tisch, Sitze, Zurrösen, etc.), kann ein Verstärkungsholz eingebracht werden. Als Abschluss kann man dann entweder wieder eine dünne (6-9mm) Siebdruck-/Sperrholz-/Verlegeplatte + Bodenbelag (PVC) oder direkt neue Dielen verlegen.
fengi hat geschrieben:Solltest du am Ende doch Siebdruckplatten nehmen, dann achte darauf, dass du wirklich hochwertige, auch für den Fahrzeugbau zugelassenen, Platten nimmst. Ich muss gerade mal wieder die Erfahrung machen, dass man die nicht bekommt, wenn man lediglich über den Preis einkauft...
Habe auch schlechte Erfahrungen mit einer Lieferung Siebdruck gemacht (vom Fachhandel). Ich kaufe die Platten mittlerweile einfach bei Hornb..., gute Qualität in 2.500x1.500x12mm für 50€.

Gruß...

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Re: Boden mal anders - oder doch nich?

Beitrag von Diesellok » Do 17. Jul 2014, 10:04

Nur so aus dem Bauch heraus :

Ich könnte mir vorstellen, daß eine Klebung sich alleine durch´s Arbeiten des Rahmens mit der Zeit lösen würde.

Vielleicht fragst Du sicherheitshalber mal den TÜV dazu - womöglich gibt´s auch noch irgendwelche Vorschriften zum Thema und die Frage "Wie mache ich´s ?" wird durch die Frage "Darf ich´s überhaupt ?" ersetzt.

Bis die Tage, Ralph
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Re: Boden mal anders - oder doch nich?

Beitrag von El-Friede » Fr 18. Jul 2014, 10:38

tonnar hat geschrieben: Mit Sandwichplatten kannst du eine Aussteifung vergessen, das geht nur mit verschraubten/verklebten Holzwerkstoffplatten.
Hm, meinst du man bekommt da ein Festigkeitsproblem? Alle Hightechrennyachten werden aus Sandwich gebaut weils im Verhältnis zum Gewicht viel steifer ist als Volllaminat, viele Konstruktionen wären ohne Sandwich gar nich möglich, und bei denen sind noch ganz andere Kräfte am wirken... und wenn man da noch mal längs auf den Hilfsrahmen Latten (oder Flachstahl) schraubt und dann die Platten von unten dran festmacht/schraubt? Ist natürlich die Frage wie gut der Schaum mit dem Blech verklebt ist, aber auf Hallen ist ja auch ordentlich Windlast, da muss das ja auch was abkönnen.

Wegen dem ausklinken an den Seiten dürfte das auch nich sonderlich komplizierter als mit Siebdruckplatten werden, durchs Blech mit der Flex, den Rest mitm Brotmesser.

Schicke Grüße
Diana
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